Wir sind wieder da!

Am 03.10 um 00.30 Uhr waren wir nach einer langen, anstrengenden
Busfahrt wieder zu Hause
zurück aus Norwegen von der Agility-Weltmeisterschaft wo Bandit der
einzige Staffordhire Bullterrier war .

Aber fangen wir von vorne an:
Am Montag, dem 24.09. haben wir uns mit dem Bus ab Siegen auf den Weg nach Norwegen gemacht.
Wir kamen um 22.00 Uhr in Kopenhagen an, wo wir übernachteten, bevor es am nächsten Morgen um 7.00 Uhr wieder weiterging.
Leider hatte an diesem Abend kein Restaurant mehr geöffnet und damit wir nicht hungrig ins Bett gehen mussten, haben wir noch den Süßigkeitsautomaten im Hotel geplündert.
Am Dienstagabend um 8:00 Uhr sind wir dann endlich in Lillehammer angekommen. Unser Hotel lag im Olympischen Dorf und die Zimmer waren einfach nur schön.
Nach der langen Busfahrt war an diesem Abend mit den Meisten nicht mehr viel anzufangen, so dass wir nach dem gemeinsamen Abendessen noch kurz zusammen gesessen haben und dann froh waren, endlich einmal liegen zu können und nicht mehr sitzen zu müssen.
Am Mittwoch sind wir dann nach Hamar gefahren und haben die Halle besichtigt.

Nachmittags unternahmen wir alle gemeinsam einen sehr schönen Spaziergang zur Olympiaschanze.

Den Tag haben wir dann alle zusammen mit einem Abendessen beim Italiener ausklingen gelassen. Wir hatten Glück einen guten und günstigen Italiener zu finden. Normalerweise liegen die Preise für eine Pizza bei ca. 17,00 Euro; bei diesem Italiener haben wir für eine Pizza mit einer 0,8l Cola 10,00 bezahlt.
Am Donnerstag war dann das offizielle Training. Nachdem wir die Veterinärkontrolle hinter uns gebracht hatten (Hier wurden von jedem Team vier Hunde nachgemessen. Bei uns fiel die Wahl auf das kpl. Midi Team!), bereiteten wir uns für das Training vor. Es lief wirklich toll, so dass wir sogar Beifall von den Rängen erhielten
Am Freitag fanden die Jumping Einzelläufe statt und dort verschafften sich die einzelnen Starter tolle Ausgangspositionen für das Jumping am Sonntag (Ergebnisse siehe unter www.agility-wc2007.no. Ganz besonders freute es mich für meinen Vereinskollegen Robert, der mit Isa einen tollen A Lauf zeigte - auch wenn wir am Ende alle etwas Angst um die Beiden hatten, weil Robert seinen Schwung nicht mehr bremsen konnte und über den Zaun springen musste. Bandit und ich durften leider nicht im Einzel starten. Deutschland stellte mit Heidemarie nur einen Einzelstarter in Midi. Aber mit Heidi Zahn und Claus Grohmann hatten wir eine tolle Midi-Mannschaft zusammen.
Nun kam der Samstag, heute standen die Mannschaftsläufe auf dem Plan. Bis jetzt waren wir ja noch ganz ruhig gewesen, aber je näher unsere Läufe kamen, umso aufgeregter wurden wir. Unser Agility-Mannschaftslauf zeigte bei der Parcoursbegehung keine größeren Schwierigkeiten – außer dass hinter der A – Wand der Tisch stand. Wir gingen als vorletztes Team an den Start. Heidi ging als erste Starterin unserer Mannschaft an den Start, dann folgte ich und zum Schluss Klaus. Von Heidis Lauf habe ich nichts mitbekommen, weil wir mit unserer Vorbereitung beschäftigt waren, so dass ich auch nicht sah, dass sie eine Verweigerung am Tisch hatte. Bei uns lief es bis zum Tisch toll, dann handelten wir uns eine Verweigerung am Slalomeingang ein und zum Schluss auch noch eine Dis kurz vor dem Ende des Parcours, weil ich Bandit eine Sekunde aus den Augen verloren hatte. Meine Enttäuschung war schon sehr groß, denn mit meiner Disqualifizierung hatten wir alle Chancen der Mannschaft verspielt. Klaus legte dann noch einen tollen A-Lauf hin. In diesem Moment zeigte sich aber auch wie gut unser Teamgeist war, denn Heidi und Klaus fanden sofort tröstende Worte für mich. Im Jumping haben wir dann noch mal alles gegeben, Heidi hatte leider am vorletzten Hindernis eine Dis, Bandit und ich einen wunderschönen Null-Fehler-Lauf und Klaus zauberte ein Jumping aus dem Hut, das ihn in der Einzelbetrachtung auf Platz drei brachte. Bei den deutschen Mini- und Large-Teams lief es an diesem Tag auch nicht besser als bei uns im Midi-Team.
Nun war auch schon der letzte Tag gekommen, der Sonntag. Heute wurden die Titel der Einzelweltmeister vergeben und für uns standen die Chancen nicht schlecht einen Titel mit nach Hause zu nehmen. In Large lag Silas auf Platz 2, Flo auf 15 und Claudia auf 20 und bei den Minis stand Daniel auf Platz 3 und Uschi auf Platz 6.
Bei den Small's wurde es eine ganz knappe Geschichte. Uschi hatte leider Pech und lief eine Dis. Daniel legte mit Chip einen tollen Lauf hin, hatte aber großes Pech, denn ihn trennten am Schluss ganze 0,12 Sekunden von Platz drei. Und Robert war durch nichts zu stoppen. Er lief wieder einen wunderschönen Null-Lauf und konnte sich am Schluss über einen tollen 19. Platz freuen. In Large startete Andrea, die im Jumping leider eine Dis hatte, als erste. Aber hier legte sie einen A-Lauf hin, der sie später in der Einzelwertung auf Platz 2 brachte. Auch Susanne hatte einen tollen Lauf, aber leider einen Fehler an der A-Wand. Mit Claudia begannen die letzten 20 Starter. Bei ihr lief es leider nicht besser, denn sie zog sich einen Fehler am Stegaufgang zu. Flo und Lars zeigten wieder mal ihre Klasse, so dass Sie sich zum Schluss den Titel des Vizeweltmeisters nach 2005 erneut sichern konnten.

Der Pechvogel des Tages war Silas. Er blieb nach dem Steg mit dem Fuß im Kunstrasen hängen und Back nahm diese Vorwärtsbewegung sofort an und war Dis. Aber ich bin mir sicher, dass Silas im nächsten Jahr wieder angreifen wird und das nicht nur in Large sondern auch in Midi!

An diesem Tag hat man wieder ganz deutlich gesehen wie schnell sich im Agility alles ändern kann und wie dicht doch Erfolg und Niederlage zusammenliegen.
Es war eine schöne WM in Norwegen!!!

Jörg mit Bandit